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Wie kamt ihr auf die Idee? Warum Lohberg? Unternehmer aus dem Stadtteil beantworten den Fragebogen von Mittendrin. Diesmal antwortet Texterin Katrin Schnelle mit überzeugend frecher Ruhrpottschnauze.

Hallo Katrin, schön dass du dir Zeit für uns nimmst. Du bist hier in Lohberg mit deiner Text- und Medienagentur „Ruhrpottschnauze“ am Start. Wie läuft das Geschäft?

Am ersten Juli blicke ich auf ein Jahr Vollselbständigkeit zurück, und ich muss sagen: Das war der absolut richtige Schritt für mich! Ruhrpottschnauze entwickelt sich super, immerhin konnte ich im Mai aus meinem Büro daheim in Hiesfeld in eine tolle Bürogemeinschaft im Ledigenheim ziehen.

Worin besteht die Geschäftsidee?

Ich biete Texte, Redaktion und Medienarbeit an. Zu meinen Kunden zählen beispielsweise andere Agenturen ohne eigene Redaktion oder mit Verstärkungsbedarf. So betreue ich für Agenturpartner unter anderem das Magazin der Duisburger Kreishandwerkerschaft oder unterstütze die Pflege einer umfangreichen Facebook-Community für den Nahverkehr.

Ich schreibe aber auch im Auftrag großer Verbände in der Region, zum Beispiel für das Magazin Metropole Ruhr. Darüber hinaus texte ich Inhalte für Webseiten, Flyer, Broschüren – eigentlich für alles, was aussagekräftige Worte benötigt.

Was ist das Besondere an deinem Produkt?

Das hat zunächst gar nichts mit Schreiben zu tun, ich höre erst einmal sehr gut zu: Wer ist mein Kunde, und was möchte er eigentlich in welchen Worten transportieren? Ein Verständnis dafür ist die halbe Miete.

Ich schreibe ja nicht zum Selbstzweck, sondern unterstütze meine Kunden dabei, deren Botschaften an ihre Zielgruppe zu transportieren. Wenn ich in der Abstimmung an einem Erstentwurf nur noch kleinere Korrekturen vornehmen muss, dann ist das für mich gelungene Arbeit.

Wie viel Stunden Arbeit investierst du täglich in den Job?

Das kann ich gar nicht so pauschal sagen, das ist völlig unterschiedlich. Einen klassischen Arbeitstag mit acht Stunden habe ich aber nicht.

Wie war das, als du das Unternehmen gegründet hast?

Als freiberufliche Redakteurin zu arbeiten war schon immer mein Traum. Den ersten Schritt in diese Richtung habe ich im April 2017 gewagt, als ich Ruhrpottschnauze nebenberuflich gegründet habe. Damals war ich noch als Redakteurin und Social Media Managerin bei EMSCHERGENOSSENSCHAFT und LIPPEVERBAND in Essen beschäftigt.

Im Juli 2018 habe ich den endgültigen Sprung gewagt, die Bedingungen waren damals für mich sehr gut. Ich bekam einen Gründungszuschuss, aber natürlich begleitete mich in der Anfangszeit auch die Befürchtung, mich auf lange Sicht nicht alleine tragen zu können.

Wer sind deine Kunden, und wen willst du erreichen?

Meine Kunden sind wie gesagt andere Agenturen, kleine und mittlere Unternehmen oder auch Verbände. Diese sitzen hauptsächlich hier in der Region. Dabei bin ich vor allem in den Themenbereichen Handwerk, Strukturwandel, Mobilität, Energie und Nachhaltigkeit unterwegs.

Wie viele Kunden hast du am Tag?

Da ich meine Aufträge für mich alleine im Büro bearbeite, kann ich das schwer sagen. Das hängt immer von der aktuellen Auftragslage ab, mal brummt der Schreibtisch, und dann ist es auch mal wieder ruhiger.

Wo willst du in fünf Jahren stehen?

Ich hoffe, dass Ruhrpottschnauze in fünf Jahren auf soliden Beinen mit einem festen Kundenstamm steht.  

Standortentscheidung: Warum Lohberg?

Lohberg war eine Herzensentscheidung. Ich komme ursprünglich in Bochum und lebe erst sein gut zwei Jahren in Dinslaken – sehr gerne übrigens. Lohberg erinnert mich an meine Heimat und an meine Wurzeln, denn ich komme selber aus einer Bergarbeiterfamilie.

Als ich die ersten Male die Hünxer Straße entlang gefahren bin, spürte ich schon eine große Anziehung. Lohberg atmet Geschichte und verkörpert gleichzeitig Wandel, auch das Miteinander verschiedener Kulturen finde ich toll. 

Was macht Spaß in Lohberg, was nervt?

Es macht mir Spaß, über das Zechengelände und durch die Gartenstadt zu streifen. Außerdem esse ich gerne bei Talip. Was mich nervt? Eigentlich nichts, ein paar mehr Geschäfte wären noch schön.

Herzlichen Dank!

Foto: Sebastian Lotz, Lotz Hobbyfotografie

Ruhrpottschnauze im Netz

Wer sich die Arbeit der Ruhrpottschnauze näher anschauen möchte, kann sich auf folgenden Kanälen ein umfassendes Bild machen


Serie Unternehmen in Lohberg

Bisher erschienen

Jens Förster vom Johannesplatz

Kultura Pflegedienst – Pflege nach kulturellem Bedarf

Werner Heuking und die Kreuzapotheke

Die Fahrschul-Akademie Niederrhein

Jessica Dupré und JD Just Deco

Kenan Horata und Kiddybox

Talips Restaurant

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