
Wilde Deponien und unzumutbare Zustände belasten immer wieder unseren Stadtteil, wie die jüngste Eskalation der Müllsituation in Lohberg zeigt. Doch die Siedlung schaut nicht länger weg: Erfahre hier, wie der DinService jeden Montag für Sauberkeit sorgt, warum die fünf roten Tonnen deine wichtigsten Verbündeten sind und mit welchen digitalen Helfern du Schmutzecken sofort den Kampf ansagst. Gemeinsam machen wir unsere historische Zechensiedlung wieder lebenswert!
DinService: Einsatz für ein sauberes Lohberg
Oft entsteht der Eindruck, es passiere nichts – doch das Gegenteil ist der Fall:
- Montags-Check: Das Team vom DinService räumt jeden Montagmorgen gewissenhaft alle Hinterlassenschaften des Wochenendes weg.
- Rote Tonnen: Im Volkspark stehen fünf große rote Mülltonnen bereit. Diese sind bewusst deckellos gestaltet, um den Einwurf so einfach wie möglich zu machen – bitte nutzt sie!
- Dokumentation: Expert:innen dokumentieren wilde Kippen akribisch, um Verursacher:innen zu finden und illegale Entsorgungen (Farben, Lacke, Sperrmüll) zu verfolgen.
Hierbei ist die Mithilfe aller gefragt: Die Stadt stellt zwar die notwendige Infrastruktur (wie die roten Tonnen) bereit, aber echte Sauberkeit im Stadtteil gelingt nur, wenn sich die Menschen vor Ort konsequent an die Regeln halten. Ein sauberer Park beginnt bei der eigenen Entsorgung.
Interview mit dem Mülldetektiv
Unsere Redakteurin Julia hat exklusiv mit Jens Klabunde gesprochen. Als Kontrolleur für abfallrechtliche Vorschriften ist er der „Mülldetektiv“ der Stadt. Er kümmert sich um Hinweise (unter anderem aus der Meldoo-App) und ermittelt vor Ort.
„Wenn ich feststelle, da hat jemand illegal was entsorgt, informiere ich meine Kollegen beim Din-Service, damit der Müll abgeholt und ordentlich entsorgt wird“, erklärt Klabunde.
Bei illegalen Müllkippen geht er aktiv auf Spurensuche: „Ich suche auf jeden Fall nach Hinweisen auf die Verursacher und gar nicht so selten finde ich tatsächlich Beweise, sodass die Verursacher dann tatsächlich in Anspruch genommen werden können.“ Neben den Entsorgungskosten droht den Täter:innen dann auch ein empfindliches Bußgeld.
Haushalt und Verantwortung der Stadt Dinslaken
Auch der politische Rahmen spielt eine Rolle: In der Ratssitzung vom März 2026 wurde deutlich, dass alle städtischen Investitionen aufgrund der Haushaltslage massiv geprüft werden. Sauberkeit im öffentlichen Raum bleibt zwar eine gesetzliche Pflichtaufgabe, aber zusätzliche „Extras“ oder Sonderreinigungen stehen unter dem strengen Vorbehalt der aktuellen Sparmaßnahmen. Umso wichtiger ist es, dass wir die vorhandenen Ressourcen effizient nutzen.
Müll sofort loswerden: Das kannst du tun
Niemand muss Müll vor der eigenen Haustür dulden. Dinslaken bietet digitale Wege für schnelle Sauberkeit:
- Mängelmelder: Entdeckst du eine wilde Müllkippe? Nutze den Dinslakener Mängelmelder oder direkt Meldoo Plus. Foto hochladen, Standort senden, fertig.
- Picobello-Versprechen: Mit dem Angebot Picobello 48 garantiert die Stadt die Beseitigung von gemeldetem Wildmüll innerhalb von zwei Arbeitstagen. Für die dringende Beseitigung von wilden Müllkippen kannst du unter Tel.: 02064 / 66 555 anrufen.
- Abfall-App: Hol dir die Dinslakener Abfall-App für alle Termine und News direkt aufs Smartphone.
Sperrmüll richtig entsorgen in Dinslaken

Wusstest du, dass Sperrmüll einfach und oft kostenfrei abgeholt wird?
- Stelle Möbel und Großgeräte nicht einfach an die Straßenecke.
- Alle Infos und die Anmeldung findest du hier: Sperrmüll-Service Dinslaken.
Genau hier setzt auch Mülldetektiv Jens Klabunde an, der viel Wert auf persönliche Aufklärung legt: „Da führe ich dann auch viele Gespräche, um unser System zu erklären.“ Dass oft einfach Hausrat auf die Straße gestellt wird, ist unnötig. „Hier in Dinslaken muss man die Abholung von Sperrmüll ja nur rechtzeitig anmelden, dann wird der Sperrmüll am Abholtag kostenfrei abgeholt“, so der Experte.
Zudem warnt er vor der Fehlbedienung regulärer Tonnen: „Oft geht es auch um die richtige Nutzung der Tonnen. Werden z.B. Papiertonnen nicht nur mit Papier, sondern auch anderem Müll gefüllt, der da nicht reingehört, muss die ganze Tonne als Restmüll entsorgt werden und das ist richtig teuer.“
Wer beim Blick in die sozialen Medien glaubt, unser Stadtteil würde im Müll ersticken, während der Rest der Stadt glänzt, den beruhigt Klabunde. Auf die Frage, ob Lohberg der Müll-Hotspot von Dinslaken sei, hat er eine klare Antwort: „Absolut nicht! Die Probleme mit der Entsorgung ziehen sich durchs ganze Stadtgebiet und ich bin in allen Stadtteilen unterwegs.“
Fazit: Lohberg ist unser Zuhause. Ob in der traditionsreichen Siedlung oder im modernen Bergpark – Sauberkeit funktioniert nur im Team. Nutze die Melde-Apps und unterstütze den DinService dabei, unser Viertel lebenswert zu halten. Gemeinsam für ein sauberes Lohberg!