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Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Martin Büttner. Die Arbeit des Forum Lohberg hat er über lange Zeit eng begleitet. Das Fotoprojekt Lohberg100 wäre ohne ihn nicht möglich gewesen. Er hatte die Gabe, den Zauber des Moments einzufangen.

Foto: Martin Büttner

Zu unserem großen Kummer ist Martin im Alter von 66 Jahren viel zu früh gestorben.

Martin war ein wunderbarer Fotograf. Und ein Mensch mit großem Herzen, der sich für Ideen begeistern konnte. Auch wenn die Gage eigentlich viel zu gering war für einen Fotografen seiner Klasse.

Lohberg 100 zum Beispiel, im Jahr 2016. 100 Bilder von Menschen aus Lohberg im Alter von 1 bis 100. Martin war sofort dabei, am liebsten hätte er gleich alle 100 Bilder selbst gemacht.

Martin Büttner (3.v.l.) blieb lieber im Hintergrund. So auch bei der Eröffnung von Lohberg100.

Mit seiner ruhigen und zugewandten Art hat er vieles möglich gemacht. Beim Foto von Elif Naz (1) legte er sich platt auf die Wiese, um auf Augenhöhe zu sein und die Situation zu entspannen. Der zweijährige Milo verweigerte sich sogar anfangs komplett. Dann die Idee mit der Schaukel. Und das Ergebnis: Ein Bild mitten aus dem Leben!

Martin hat mit seinen Bildern dazu beigetragen, den Stadtteil und seine Menschen sichtbar zu machen. Er war mittendrin. Seine Fotos waren geprägt von Nähe, Respekt und echtem Interesse.

Auch rund um das Projekt Lohberg100 war Martin immer ein verlässlicher Begleiter, ein genauer Beobachter und jemand, der den Stadtteil mit Interesse, Respekt und offenem Herzen begleitet hat. Das zeigt sich auch in seinen Bildern von Lohberg selbst. Wir lieben sie sehr, schaut selbst!

Martin im Interview

In den ganz frühen Mittendrin-Artikeln findet sich auch ein Interview mit ihm. Darin sprachen wir mit ihm über seine Foto-Dokumentation zum Bau des Windrads auf der Halde. Martin sah darin nicht nur ein technisches Großprojekt, sondern ein Zeichen für den Wandel Lohbergs. Mit großer Geduld, Ausdauer und echter Begeisterung hat er diesen Moment über Monate hinweg begleitet, oft bei Wind und Wetter und immer mit dem Anspruch, mehr festzuhalten als nur den Ablauf eines Baus.

Dass die Burghofbühne ihn als treuen Wegbegleiter, als Motivator, als konstruktiven Kritiker und als Teil ihrer Theaterfamilie beschreibt, passt genau zu dem Martin, den auch wir erlebt haben. Er war ein Mann voller Interesse, immer bereit zu helfen und sich auf die Menschen einzulassen.

Martin, wir vermissen dich.

Mehr dazu

>>Interview: Wie das Windrad auf die Halde kam: 40 Bilder eines Riesen

>>Lohberg 100 – ein grandioses Fotoprojekt

>>Martin Büttners Homepage