Vier Lohberger Ratsleute berichten regelmäßig, was sie aktuell in der Kommunalpolitik für Dinslaken und Lohberg umtreibt. Diesmal berichtet Susanne Gülzau von der SPD, wie schwierig es wird, trotz der leeren Kassen wichtige Angebote wie die Stadtteilbücherei oder das BIZM-L aufrechtzuerhalten.

Von Susanne Gülzau
Liebe Leserinnen und Leser,
in der Ratssitzung im Januar hat der Kämmerer der Stadt Dinslaken, Achim Thomae, seinen Haushaltsentwurf für 2026, sowie ein Haushaltssicherungskonzept vorgestellt. Bis zur nächsten Ratssitzung im März konnten die Ratsmitglieder in ihren Fraktionen darüber beraten und Änderungen beantragen. In der Fraktion der SPD fanden viele Gespräche zum Thema Haushalt statt, innerhalb der Arbeitskreise der SPD, mit dem Bürgermeister Simon Panke, der Verwaltung und auch mit anderen Fraktionen. Dann war es so weit! Am 26. März fand die Ratssitzung statt.
Erst muss der Rahmen stehen
Nach den Reden der Fraktionen, Gruppierungen und Einzelpersonen wurde der Erlass der Haushaltssatzung mit einigen Änderungen beschlossen. Die beschlossene Haushaltssatzung und das dazugehörige Haushaltssicherungskonzept müssen nun vom Landrat geprüft und genehmigt werden. Dann können die Verwaltung und der Rat gemäß der genehmigten Satzung in die Detailplanung gehen. Im Prinzip gibt es dann einen finanziellen Rahmen, in dem gehandelt werden kann.

Für Lohberg bedeutet dies beispielsweise, an einer Lösung zu arbeiten, die den Erhalt der Bücherstube und des BIZML (Bildungsinnovationszentrum Marien – Lohberg) ermöglicht. Ich finde, dass sind wichtige Einrichtungen in unserem Stadtteil, die erhalten werden müssen.
Es braucht Kompromisse
Bevor die Reden der Fraktionen, Gruppierungen und Einzelpersonen zum Haushaltsentwurf stattfanden, wurde über Anträge, die sich teilweise auch auf den Haushalt und das Haushaltssicherungskonzept (HSK) beziehen, positiv abgestimmt. Unter anderem ging es darum, Lösungen zu finden, wie wir die Eissporthalle trotz knapper Kassen erhalten können. Sie ist ein wichtiger Freizeitort besonders für Kinde und Jugendliche. Zum anderen, wie wir als Stadt den Service für unsere Bürgerinnen und Bürger durch ein zentrales, modernes und serviceorientiertes Bürgerbüro verbessern.
Ich denke, da sind wir als Stadtgesellschaft auf einem guten Weg. Miteinander zu reden, Gemeinsamkeiten zu finden und kreativ nach tragbaren Kompromissen zu suchen, sind die Möglichkeiten, die wir auf kommunaler Ebene nutzen müssen. Mut macht mir das Zitat, das Marie Curie (1867-1934) zugeschrieben wird:
„Krisen sind nicht das Ende, sondern der Anfang von etwas Neuem.“
Mittendrin im Rat
Wir finden es einfach großartig und feiern Vanesa, Remzi, Susanne und Julia dafür: Die vier brennen nicht nur für die Demokratie, sondern wollen in der Kommunalpolitik mitgestalten, wie die Zukunft von Dinslaken und Lohberg aussieht.
Regelmäßig werden sie nun auf Mittendrin erzählen, was was ihnen gerade wichtig ist, was sie in der Politik aktuell umtreibt, was die Sache schwierig macht und wie man sich dennoch einbringen kann. .
Sicher ist: Die vier werden viel zu berichten und zu erklären haben. Längst ist klar: Das Minus in der Stadtkasse ist noch größer als erwartet. Bedeutet: Die Einschnitte für Dinslaken werden noch schmerzhafter. An allen Ecken und Enden fehlt das Geld.
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