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Knackige Äpfel, Orangen und Birnen neben Kohlrabi, Salaten und Zuccini. Der meterlange Verkaufstisch an Martin Winters Obst-und Gemüsestand macht Appetit auf Gesundes. 

Vitamine,Vitamine

Der 59-Jährige erzählt, dass Markthändler eigentlich nie sein Traumjob war. Obwohl er aus einer Familie kommt, die seit hundert Jahren Waren auf Wochenmärkten verkauft. Es ist ein anstrengender Beruf. 

Familientradition

Aus der hundertjährigen Markttradition seiner Familie ist ihm ein Erbstück lieb und teuer: Er ist der einzige Händler hier, der noch eine mechanische Balkenwaage nutzt. Regelmäßig vom Eichamt geprüft, tut das alte Schätzchen noch immer seinen Dienst. 

  

Mit den Gewichtssteinen kann Martin Winter bis zu 6 Kilo Waren abwiegen

 Als er selbst in seinem erlernten Beruf unzufrieden war, übernahm er dann doch den Stand auf dem Lohberger Markt. Seit 2017 ist er regelmäßig hier zu finden.

Qualität und Frische

Er legt Wert auf Qualität. Seine Waren sind hochwertig, da verdirbt nichts so schnell. „Manche Leute wollen nur billig, billig. Da trägst du dann die Tasche nach Hause, und am nächsten Tag ist alles schlecht“, sagt er.

Der Bislicher (von der rechten Rheinseite, das ist ihm wichtig) kauft zwei Mal in der Woche auf dem Großmarkt ein, lagert die Ware zwischen den Markttagen im Kühlhaus. Blumen pflanzt er selbst an. Im Sommer ist seine Mutter manchmal mit dabei, sie bindet Blumensträuße, die dann auch am Stand verkauft werden.

Händler helfen sich gegenseitig

Am Lohberger Markt schätzt er, dass die Händler sich gegenseitig unterstützen. So übernimmt Renate Wagner vom Nachbarstand mal eben kurz den Verkauf, als er ins Gespräch vertieft ist. ( Unser Portrait von Renate findet ihr hier: Der Schlüpper muss bequem sein )

Man hilft sich gegenseitig

Stammkunden hat er auch hier auf dem Markt. Von manchen braucht er gar keine Ansage mehr, da ist schon klar, was gewünscht ist. „Einer kommt immer samstags und nimmt jedes Mal 7 Elstar-Äpfel“, berichtet er. Für jeden Tag der Woche einen. 

Geschäfte und Parkplätze fehlen

Nach Verbesserungsvorschlägen gefragt, wünscht er sich mehr Parkplätze um den Markt herum. Und mehr Geschäfte rundherum, er könnte sich vorstellen, dass Kunden dadurch angezogen werden.