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Mehrere Monate haben sich die Freilicht-AG und engagierte Helfer aus den muslimischen Gemeinden in Dinslaken für ein mehrtägiges Ramadan-Fest in der Zechenwerkstatt eingesetzt. Nun zeigt sich: Noch lassen die Bedingungen vor Ort eine so große Veranstaltung nicht zu.

„Es fehlt schlicht und einfach an Parkplätzen“, erklärt Lea Eickhoff von der Freilicht AG auf Nachfrage von Mittendrin. Ein Ramadan-Festival über mehrere Wochen mit voraussichtlich 1000 Gästen pro Tag, das habe die Stadt nicht ohne ausreichend Parkflächen genehmigen können.

Risiko Abgase

Leicht ist der Verzicht den Veranstaltern nicht gefallen. Doch fand auch der Vorschlag, die Autos auf der riesigen Fläche der Kohlenmischhalle unterzubringen, keine Zustimmung. Dazu hätte die Stadt erst durch ein teures Gutachten prüfen lassen müssen, ob die Abgase von rund 500 Fahrzeugen sich in der Halle so verteilen, dass niemand gefährdet ist.

Nun haben sich Stadt und Organisatoren um ein Jahr vertagt. Vor wenigen Wochen habe die Stadt eine der Flächen in der Nähe der Zechenwerkstatt erworben, um sie nun für eine Parkfläche herzurichten, berichtet Eickhoff.

Ein Fest mit ganz Dinslaken

„Natürlich bin ich enttäuscht“ sagt Yakup Algan. In Zusammenarbeit mit erfahrenen Veranstaltern hatte er die Pläne für das Fest schon weit vorangetrieben. 150 (!) Aussteller in und um die Zechenwerkstatt waren für die Festtage im Mai vorgesehen.

Im Jahr 2020 soll es jetzt erst recht klappen. „Umso besser können wir alles vorbereiten“, zeigt sich Algan voller Tatendrang. „Wir möchten ein rundum gelungenes, multikulturelles Fest mit ganz Dinslaken feiern, bei dem auch die Kirchengemeinden eingebunden sind“, erzählt er.

Profitieren soll davon auch der Stadtteil: Wenn er ab 2020 über Dinslakens Grenzen hinaus für fröhliche Ramadan-Feiern bekannt wird, kann das für Lohberg nur ein Gewinn sein.

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