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Was für ein Abend! Die Ditib-Moschee aus Lohberg hat am Freitag zum großen Fastenbrechen eingeladen – und diesmal zum ersten Mal nicht im Stadtteil selbst. Der neue Vorstand wollte einen besonderen Schritt gehen.

Das gemeinsame Iftar sollte sowohl die Gemeinde als auch Gäste aus Politik und Stadtgesellschaft zusammenbringen. Weil die Räume in der Moschee schon lange zu klein sind, zog man kurzerhand in die Efruz-Eventlocation an der Thyssenstraße. Das Ergebnis? Rund 700 Gäste, ein rappelvoller Saal – und das Gefühl eines riesigen Familientreffens.

Zeit der Dankbarkeit

Murat Doğan vom Vorstand der Moschee zeigte sich nach der Veranstaltung mehr als zufrieden: Für das erste Mal habe alles wunderbar geklappt. „Gefreut hat uns vor allem, wie viele Gäste aus Vereinen und Politik unserer Einladung gefolgt sind.“

In einer kurzen Ansprache zur Begrüßung erinnerte Vahdet Kirli, Vorsitzender des Moschee-Vereins, daran, dass der Ramadan eine Zeit der inneren Einkehr sei – eine Gelegenheit, die Seele zu stärken und den Geist über das Materielle zu stellen. Das Fastenbrechen sei ein Zeichen der Dankbarkeit und vor allem eine wunderbare Gelegenheit, Brücken zu bauen.

Fröhliches Wiedersehen

Genau das war spürbar: Überall fröhliches Wiedersehen, herzliche Umarmungen, angeregte Gespräche. Viele Familien aus Lohberg, aber auch aus der weiteren Umgebung nutzten den Abend, um alte Bekannte zu treffen. Um 18:15 Uhr spielte dann natürlich auch das gemeinsame Essen eine wichtige Rolle. Nach einem langen Fastentag schmecken Wasser, Datteln, Linsensuppe und viele andere Köstlichkeiten eben besonders gut.

Auch die Grußworte machten deutlich, worum es an diesem Abend ging: Dialog, Respekt und Zusammenhalt – gerade in Zeiten, die von Unsicherheit und Polarisierung geprägt sind. Bürgermeister Simon Panke nannte zwei Begriffe, die er mit Ramadan verbindet: Demut und Gemeinschaft. Dankbarkeit für das, was wir haben – und das Bewusstsein, dass Zusammenhalt keine Selbstverständlichkeit ist. Vertreter der Kirchen knüpften daran an und erinnerten daran, dass das Fasten in diesem Jahr in Christentum und Islam zeitlich zusammenfällt – ein schönes Zeichen gemeinsamer Einkehr.

Jubel im Saal

Lebendig wurde es beim Jugendvorstand: Als Esad Hafizoglu und Aslı Orak aufgerufen wurden, waren im Saal sogar vereinzelte Jubelrufe zu hören. Die nachwachsender Generation bringt offenkundig Leben in die Gemeinde! Wie auch während ihres Vortrags auf der Leinwand zu sehen war in einem „Best of“-Video aus dem Gemeindeleben. Mit den Bildern wurde deutlich, wie viel Engagement und Herzblut das ganze Jahr über in der Moschee steckt.

Nach dem offiziellen Teil blieb kaum jemand auf seinem Platz. Es wurde weitergeredet, gelacht, über Lohberger Themen diskutiert und Pläne für die Zukunft geschmiedet.

Eines steht fest: Dieses Fastenbrechen im XXL-Format hat gezeigt, wie groß und lebendig die Moscheegemeinde ist – und wie gut es tut, wenn Menschen zusammenkommen.

Video: Wenn du Ramadan hörst, dann?

Was nehmt ihr aus solchen Abenden mit? Begegnung lebt vom Mitmachen – also bleibt neugierig, offen und mittendrin!

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