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Herrlicher Sonntagnachmittag. Der perfekte Tag, um die Familie Bas zu besuchen und zu erfahren, wie aus einer stinknormalen Garage eine beliebte Eisdiele wird.

Sonntagnachmittag, einer der letzten Sommertage, der diesen Namen verdient. Den Tag perfekt macht ein Eis im Hörnchen, serviert von Murat oder seiner Frau Silvia. Die beiden betreiben die Eisdiele an der Dorotheenstraße. Und das mit beachtlichem Erfolg.

Im Frühjahr erst haben sie ausgebaut und eine Terrasse mit Stühlen, Tischen und ausladenden Sonnenschirmen bestückt. Hilft gegen Sonne und auch Regen. Soll ja vorkommen in Deutschland. Der Ausbau hat sich gelohnt. Wer an der Steinstraße Ecke Dorotheenstraße vorbeifährt, sieht fast immer jemanden dort sitzen und Eis schlemmen.

Hier ist Lohberg italienisch

Murat und Silvia Bas haben hier etwas aufgebaut. Die Wände ihrer kleinen Eisdiele sind in knalligem Grün gestrichen. Die Schilder und das Zitroneneis sind weiß, die Eiscafé-T-Shirts des Personals rot. Grün-Weiß-Rot. Hier ist Lohberg italienisch.

Dass hier eine echte Eisdiele entstanden ist, verdankt der Stadtteil eigentlich einem Zufall. Denn ursprünglich betrieben Murat und Silvia nur den Kiosk, der auch heute auf der anderen Ecke des Cafés Süßes, Getränke oder eben die anderen Dinge anbietet, die man gerade dringend braucht.

Die Geburtsstunde der Eisdiele schlug im Jahr 2015. Damals baute die Familie den Kiosk umfassend um: Aus dem Fensterkiosk wurde einer mit einem echten Verkaufsraum, den man betreten kann. Das allerdings erforderte einen gewaltigen Aufwand. Der Umbau machte den Kiosk zur Baustelle. Über Wochen Staub, Dreck, Lärm – währenddessen weiterhin Waren zu verkaufen, war in diesen Räumlichkeiten undenkbar. Das Bild, das Murat Bas uns geschickt hat, spricht für sich …

Murat und Silvia improvisierten und verlegten den Verkauf in ihre Garage um die Ecke. Ein Provisorium, um während des Umbaus auch weiterhin den Laden aufmachen zu können. Das funktionierte ganz gut. Und Murat hatte eine Idee. Warum nicht die Garage dauerhaft nutzen?

Eis gehörte schon damals zum Sortiment, wenn auch nur am Rande. Die neue Verkaufsfläche eröffnete ganz neue Möglichkeiten. Nach Absprache mit der Stadt und dem Bürgermeister folgte schon bald die Eröffnung – und Dinslaken hatte seine erste Garagen-Eisdiele.

Das Eis bezieht Murat von einem italienischen Freund, mit dem er öfter zusammen im Eislabor steht und am Geschmack feilt. “Am besten sind immer noch die Klassiker“, schwärmt er – und ist stolz auf eine wachsende Kundschaft. „Es kommen Leute aus Bruckhausen,Hünxe und sogar Duisburg zu uns“, erzählt Murat.

In unserem Video stellen Murat und Silvia ihr Eiscafé an der Dorotheenstraße näher vor und verraten, was die Lohberger in diesem Sommer am liebsten essen.

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