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…..und zeigt sich der Öffentlichkeit. Das Holzrelief hing bis zur Schließung des Bergwerks Lohberg im Gemeinschaftsraum der Grubenwehr.

Mehr als 2 mal 3 Meter misst das Kunstwerk, dessen Rückkehr am Samstag im Ledigenheim gefeiert wurde. Bisher nur „Insidern“ bekannt, hängt das Relief nun öffentlich im Festsaal.

Willi Paetzel, ehemaliger Oberführer der Lohberger Grubenwehr, war bei der Planung und Entstehung des Kunstwerkes beteiligt und nahm das Publikum bei seinem Vortrag mit ins Jahr 1976. Damals hatte er als Leiter der Grubenwehr bei einer Schulung in Essen ein Bild entdeckt, das einen „vorgehenden Trupp“, also eine Grubenwehr-Einsatztruppe bei ihrer gefährlichen Arbeit, darstellte. Da es in der jüngsten Vergangenheit auch auf Lohberg mehrere Selbstentzündungs- Brände gegeben hatte, die von der dortigen Grubenwehr gelöscht wurden, hatte er die Idee eine solche Situation für die Nachwelt festzuhalten.

Ein Schachtfotograf fuhr mit an und lieferte die Vorlage.

Weil es damals einen für Schnitzerei begabten Schlosser auf der Schachtanlage gab, wurde „schnitzfähiges Holz aus dem Sauerland“, so Paetzel, besorgt und Heinz Illmer machte sich an die Arbeit. Im damals neuen Grubenwehrgebäude wurde ein Raum eingerichtet in dem er in monatelanger Arbeit das Relief herstellte.

Als 2005 das Bergwerk geschlossen wurde, fand das Kunstwerk eine neue Heimat bei der Grubenwehr Ibbenbüren. Doch aus den Köpfen der Lohberger Grubenwehr war es offensichtlich nicht verschwunden , und so organisierte Silvo Magerl, Vorsitzender des Ring Deutscher Bergingenieure und Sprecher des Freundeskreises Dizeum, mit großem Engagement und unterstützt durch Peter Schrimpf, Vorsitzender der RAG und Schirmherr der Rückkehr-Aktion, eine endgültige Heimat für das Relief, das, so Magerl in seiner Ansprache „nicht nur 200 Kilo schwer sondern auch schwer schön“ ist.

So schließt sich der Kreis

Einen passenderen Platz hätten sie nicht finden können. Heinz Illmer, der das Bild geschnitzt hat, wohnte als junger Bergmann im Ledigenheim, hat im heutigen Festsaal, der damals als Kantine diente, seine spätere Frau Inge Lippka kennengelernt.

Jetzt wurde hier das zurückgekehrte Bild begrüßt, mit Festreden von Stiftungsvorstand Bellinghausen, Bürgermeister Heidinger und RAG Vorstand Schrimpf, mit musikalischer Begleitung von MGV Concordia und Bergkapelle Niederrhein und natürlich mit dem Steigerlied, das der ganze Saal gemeinsam sang, bevor man mit Gegrilltem und Kaltgetränken im Innenhof des Ledigenheimes die Feier ausklingen ließ.

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