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Da lacht das Steiger-Herz: Die Mini-Bergparade mit mehr als 260 detailgetreu nachgebildeten Figuren kehrt am 24. November wieder ins Ledigenheim zurück. Dabei ist vieles über den Bergbau zu erfahren.

Der Ausstellungsraum im DIZeum (Dokumentation & Infozentrum Ledigenheime im Ledigenheim Dinslaken-Lohberg, Stollenstraße 1) ist neu gestaltet. Darin ist das Diorama mit seinen über 260 Figuren dann ab Sonntag  zu sehen.

Ein Blick unter die Erde

Zu bestaunen ist eine Erzgebirgischer „Bergaufzug“, mit allen bergmännischen Ständen aus historischer Zeit in einer aufwendig gestalteten Berglandschaft. Das Besondere: Nicht nur in der Berglandschaft sind Figuren zu sehen, sondern auch „unter Tage“. Denn an der Front des Dioramas gibt es eine Sektion, die den Besuchern die Arbeit in den Bergwerken zeigt.

Die detaillierten Darstellungen in diesem Diorama werden auch Besucher interessieren, die nicht unbedingt etwas mit dem Bergbau zu tun haben. Bis Mitte Januar wird die eindrucksvolle Holzfigurenparade im DIZeum zu bestaunen sein, fachlich begleitet durch die Mitglieder des Freundeskreises „DIZeum“.

Besuch am Sonntag

Die ehemaligen Bergleute können sicher einiges erzählen. Zu sehen sind unter anderem die Bergschmiede, Amalgamierer, Schwefelhüttenarbeiter, die Bergkapelle, Bergbeamte zu Pferd.

Das DIZeum ist in der Weihnachtszeit sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Zu diesen Zeiten ist auch die Bergparade noch bis zum 12. Januar zu sehen. Danach steht das DIZeum jeden 2. Und 4. Sonntag (außer in den Ferien und an Feiertagen) zwischen 14 und 17 Uhr für Geschichtsinteressierte offen.

Echte Bergparade findet heute noch statt

Das Ledigenheim und die Betreiber des DiZeum haben vor zwei Jahren erstmals die Bergparade ausgestellt. Zuvor wurde die Sammlung liebevoll aufbereitet und in eine detailverliebte Winterlandschaft eingebettet. Zahlreiche Feinheiten erklärt ein Video auf Youtube, das Silvo Magerl vom Dizeum hochgeladen hat.

Ein deutsches Kulturerbe

Laut Wikipedia diente eine Bergparade der öffentlichen repräsentativen Darstellung des Bergbaus und wurde zumeist mit Stolz auf die eigene Berufsgattung abgehalten. Sie findet zu feierlichen Höhepunkten statt,die Tradition reicht bis ins Mittelalter zurück und ist als Kulturerbe in Deutschland anerkannt worden.