Seite wählen

Der Lohberger Markt lebt von seinen Händlern. Einer von ihnen: Christoph Scheurenberg. Eine Ware reißt ihm die Kundschaft im Frühjahr förmlich aus den Händen.

Blumenmann Christoph Scheurenberg: Ein Gesteck wie dieses zaubert er in 20 Minuten.

Der Wochenmarkt ist hier eine wichtige Einkaufsmöglichkeit. Besonders samstags ist er aber auch Treffpunkt für Menschen aus dem Stadtteil und darüber hinaus. Wir möchten euch nach und nach die Markthändler vorstellen, die teilweise schon seit Jahrzehnten ihre Waren hier anbieten. 

Obst-Gemüse-Blumen

Christoph Scherenberg, 42 Jahre alt, betreibt gemeinsam mit seinem Bruder Michael den Obst-Gemüse -Blumen-Stand und ist hier für die Pflanzen zuständig. Seit fast 40 Jahren verkauft seine Familie ihre Waren auf dem Lohberger Markt. Als Jugendlicher hat er die Eltern unterstützt. Seit 15 Jahren hat er die Pflanzenabteilung komplett in seiner Hand.

Der Düsseldorfer ist, wie wohl alle Markthändler, an Markttagen schon sehr früh unterwegs. 

„Heute bin ich um 3:30 Uhr los“, erzählt er. Wenn man den meterlangen Verkaufsstand mit den unterschiedlichen Pflanzen sieht, ist eigentlich klar: Das ist nicht in ein paar Minuten vorbereitet.

Gemüsepflanzen sind der Renner

Im Frühling und Sommer bietet Scheurenberg hauptsächlich selbst gezogene Pflanzen, Kräuter und Blumen an. 

„Gemüsepflanzen sind hier im Frühjahr der Renner“, erklärt er. Viele Leute kaufen vorgezogene Gurken-, Tomaten-oder Kohlrabipflanzen, um sie im eigenen Garten einzupflanzen. „Ich habe auch viele türkische Kunden, die holen dann auch schonmal 5,6 Pflanzen“.

Aktuell sind hauptsächlich Herbstpflanzen im Angebot. Erika, Alpenveilchen, Stacheldraht,

aber auch Grabgestecke. Die stellt er selbst her. Tannengrün und andere Materialien holt er von Gärtnereien aus dem Umfeld . 20 bis 30 Minuten arbeitet er an einem Gesteck. „Bald fangen wir dann mit den Adventskränzen an“, berichtet er. 

Den Lohberger Markt schätzt er, weil er immer auch ein Treffpunkt für die Menschen ist. Es gibt feste Plätze für die Händler, aber auch ein paar für wechselnde Standbetreiber.

Bäckerei fehlt

Nach Verbesserungsvorschlägen gefragt, berichtet er von der schwierigen Parkplatzsituation. Leute, die viel kaufen, würden gerne näher am Stand parken und die Waren dann in ihr Auto laden. Auch ein Bäcker direkt am Marktplatz wäre gut, weil die Leute oft das Brötchen holen mit dem Marktbesuch verbunden haben. Auf dem Markt selbst könnte er sich ein orientalisches Angebot vorstellen, Oliven oder Ähnliches, etwas Besonderes eben. 

Etwas Besonderes hat während unseres Besuches eine Kundin an Scheurenbergs Stand entdeckt: Begeistert hält sie mehrfarbige Maiskolben in der Hand, die sie sonst nur aus Amerika kennt. „Die gehen jetzt nach Hanau“, erzählt sie. Eine amerikanische Freundin wird sich sehr über Herbstdeko wie in ihrer Heimat freuen.