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Am 18. Mai 2019 wurde der VfB Lohberg 100 Jahre alt. Die Verantwortlichen blicken zufrieden zurück auf die Feierlichkeiten.

Am Samstag, 18. Mai hatte dem VfB Lohberg die große Stunde geschlagen. Mit einem großen Festakt und zahlreichen prominenten Gästen beging der Verein in der Zechenwerkstatt sein 100-Jähriges. Eine Woche zuvor hatte es bereits eine sportliches Highlight in der Dorotheenkampfbahn gegeben: Spieler des VfB traten in einem unterhaltsamen Spiel gegen die Traditionsmannschaft von Borussia Dortmund an.

Zur Einleitung gab sich – ganz traditionsgetreu – der noch ein bisschen ältere MGV Concordia Dinslaken-Lohberg 1916 die Ehre und schmetterte das Vereinslied des VfB. Bergbau und Fußball – das war schon immer eng verbunden.

Der Bergmannschor sang zur Begrüßung. Quelle: Rita’s Fotostudio

Prominenz aus dem Fußball erschien in Person von Peter Frymuth, Präsident des Fußballverbands Niederrhein (FVN), Peter Thomas (Kreisvorsitzender Duisburg / Mülheim / Dinslaken) und Michael Krieger (Vorsitzender im Kreisfussballausschuss Duisburg / Dinslaken / Duisburg).

„Glanzzeiten liegen Jahrzehnte zurück“

Bürgermeister Michael Heidinger und Walter Hoffacker, Generalbevollmächtigter der Niederrheinische Sparkasse RheinLippe, der als Schirmherr fungierte, waren der Einladung ebenfalls gefolgt.

Im Rahmen des Festakts hinterließ insbesondere die Rede eines Ehemaligen Eindruck: Karl-Heinz Kriener, Ehrenpräsident des VfB, blickte zurück auf die Geschichte: „Die Glanzzeiten des VfB liegen zwar einige Jahrzehnte zurück, aber kein Dinslakener Verein kann mit einer so von Erfolgen gespickten Geschichte aufwarten.“

Der VfB als Pokalschreck

Kriener erinnerte an die goldenen Jahre, erzählte vom Aufstieg im Jahr 1963 in die Verbandsliga, damals noch die höchste Amateurklasse und das legendäres Freundschaftsspiel gegen den 1. FCKaiserlautern (3:3) mit Fritz und Ottmar Walter, und den Erfolgen als Favoritenschreck im DFB-Pokal.

Kriener blickte aber auch nach vorne: Auch wenn das Freizeitverhalten der Kinder und Jugendlichen sich verändert habe, sah er auf die Jugendabteilung. Noch vor einigen Jahren stand diese vor dem Nichts, nun aber wieder einige Mannschaften gemeldet hat. Auch die Handball- und Tennisabteilung würdigte der ehemalige Präsident in seiner Festrede. Der VfB zählt derzeit mehr als 340 Vereinsmitglieder und besteht aus den Abteilungen Fußball, Handball und Tennis.

Ehrung durch den Fussballverband (v.l.): Wolfgang Landers (Schatzmeister), Karina Wistuba (Vors.), Thomas Wistuba (Beisitzer), Klaus Schwan (stellv. Vors.), Niklas Schneider (Beisitzer), Peter Frymuth (Präsident FVN) und Peter Thomas (Kreisvors.).
Quelle: Ritas Fotostudio

Verbandspräsident Frymuth überreichte dem Vorstand um die Vereinsvorsitzende Karina Wistuba eine Plakette des DFB, einige Bälle und einen Gutschein für die Jugendabteilung. Frymuth warb zudem in seiner Rede für das Ehrenamt. Der FVN biete dem Verein jede mögliche Unterstützung.

Auch die Ehrungen der Jubilare (25, 40, 50, 60, 70, 75 Jahre) standen auf dem Programm. Jeder anwesende Jubilar bekam eine Urkunde und eine Verdienstnadel. Niklas Schneider, Beisitzer im Vorstand des VfB Lohberg, wurde für seine 25-jährige Vereinsmitgliedschaft geehrt. Heinz Streckbein, ehemaliger Torwart des VfB Lohberg und ehemaliger Profitorwart beim VfL Bochum, wurde für seine 50-jährige Vereinsmitgliedschaft ausgezeichnet.

Große Party zum Abschluss

Die VfB-Legende Herbert „Hebsche“ Bialluch wurde für 75-jährige Vereinsmitgliedschaft geehrt. Der frühere Amateur-Nationalspieler Herbert Bayer musste kurzfristig absagen. Der Abend schloss mit einer großen Schlagerparty in der Zechenwerkstatt , begleitet von der „Soundtrack – Partyband“.

Genau eine Woche zuvor hatte es bereits einen sportlichen Höhepunkt zum Jubiläumsfest gegeben. Unter anderem traten in der Dorotheenkampfbahn die ehemaligen Bundesligastars Frank Mill und David Odonkoir gegen den Ball. Die Organisatoren hatten die Traditionsmannschaft des BVB für einen Besuch in Lohberg gewinnen können – Schwarz und Gelb gegen Schwarz und Gelb.

Traditionsmannschaft des BVB zu Gast

Das Ergebnis – der BVB schlug den VfB mit 6:2 – blieb Nebensache. Die rund 500 Zuschauer erfreuten sich eher an technischen Finessen und gut gelaunten Spielzügen. Ihre technische Klasse ließen die alten Recken des BVB auch bei diesem Jubiläumsspiel gelegentlich aufblitzen.

Vor allem David Odonkor ist immer noch pfeilschnell unterwegs und ließ seine Gegenspieler nach Belieben stehen. Der ehemalige Nationalspieler erzielte zudem zwei Treffer, zu sehen in der Video-Zusammenfassung des VfB.

Auch BVB-Legende Frank Mill zweifach. Und das obwohl er nur in der zweiten Halbzeit zum Einsatz kam. Odonkor und Mill waren denn auch die gefragtesten Stars. Etliche Besucher baten um ein Autogramm und ein gemeinsames Foto.

Die Fans des BVB bejubelten sogar die Ehrentreffer des VfB Lohberg. Manuel Viltuznik (34.) glich zwischenzeitlich für die „Knappen“ aus. Daniel Chrobok (86.) traf zum 2:6-Endstand.

Statistik

VfB Lohberg:

1. Halbzeit: Bastian Danziger; Fayik Bengü, Marco Branzk, Tariel Avdalyan, Burak Aktas, Daniel Borutta, Manuel Viltuznik, Onur Baran, Dennis Meischner, Damian Cygan, Pascal Schulte.

2. Halbzeit: Marc Sönnichsen; Henning Potrz, Benjamin Nühlen, Zaman Celik (70.Niklas Schäfer), Fabian Konecki, Marko Badanjak, Enrico Altrock, Markus Zopick (80. Daniel Chrobok), Dennis Buschkamp, Lukas Beutler (75. Tobias Dörper), Sebastian Michels

Die Traditionself des BVB vor Spielbeginn.

BVB-Traditionsmannschaft: Jörg Kühl; Franck Patrick Njambe, Uwe Grauer (46. Frank Mill), Steffen Karl, Francis Bugri, Detlef Bögershause, David Odonkor (82. Tim Gutberlet), Antonio da Silva, Peter Vogt, Jens Kurrat, Sascha Rammel

Torschützen: 0:1 David Odonkor (14.), 1:1 Manuel Viltuznik (34.), 1:2 David Odonkor (42.), 1:3 Detlef Bögershause (62.), 1:4 Frank Mill (71.), 1:5 Frank Mill (78.), 1:6 Sascha Rammel (85.), 2:6 Daniel Chrobok (86.).

Gelbe Karten: David Odonkor (80. / Meckern).

Schiedsrichter: Reimund Heeger (Dinslaken).

Assistenten: Jens Tenter, Ulrich Maaß (alle Dinslaken).

Zuschauer: 500

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