Vier Lohberger Ratsleute berichten regelmäßig, was sie aktuell in der Kommunalpolitik für Dinslaken und Lohberg umtreibt. Diesmal an der Reihe: Remzi Ugur von der AWG. Sein Bericht erklärt, wie sich auch kleinere Parteien Gehör verschaffen.

Von Remzi Ugur
Seit dem 6. November 2025 bin ich wieder ein Teil des neu gewählten Rates der Stadt Dinslaken. In der ersten Sitzung wurden nicht nur die Ratsmitglieder, sondern auch der Bürgermeister und seine Stellvertreter vereidigt – damit konnte die neue Ratsperiode offiziell beginnen und die inhaltliche Arbeit aufgenommen werden.
Gleich zu Beginn zeigte sich, dass diese Legislaturperiode unter besonderen Rahmenbedingungen startet. Zum 1. November 2025 trat eine Änderung der Gemeindeordnung NRW in Kraft, die direkte Auswirkungen auf die Zusammensetzung und Arbeitsfähigkeit des Rates hatte. Parteien mit lediglich zwei Ratsmandaten erhalten keinen Fraktionsstatus mehr – und damit auch kein Stimm- und Antragsrecht in Ausschüssen und städtischen Gremien.
Mit allen Rechten im Rat
Für uns war schnell klar: Unsere Wählerinnen und Wähler erwarten zu Recht, dass ihre Anliegen auch dort vertreten werden, wo die inhaltlichen Entscheidungen vorbereitet werden – in den Ausschüssen. Politik darf sich nicht auf das reine Dabeisein im Rat beschränken, sondern muss wirksam sein.
Deshalb haben wir nach einer tragfähigen Lösung gesucht und sie gemeinsam mit anderen Ratskolleginnen und -kollegen gefunden. Die AWG Dinslaken hat sich mit der FDP zur AWG-FDP-Fraktion zusammengeschlossen. Parallel dazu bildete sich eine weitere Fraktion aus UBV und Die PARTEI. Damit war sichergestellt, dass auch kleinere politische Kräfte weiterhin aktiv und konstruktiv an der Ratsarbeit mitwirken können.
Antrag bei der „Sportmilliarde“
In der zweiten Ratssitzung am 25. November 2025 wurden die Ausschüsse und Gremien besetzt. Für die AWG-FDP-Fraktion bedeutet das: Stimmrecht in den Ausschüssen, Mitarbeit in den städtischen Gremien und insgesamt vier Sitze im Rat. Damit können wir unsere politische Arbeit im Sinne unserer Wählerinnen und Wähler vollumfänglich wahrnehmen.
Inhaltlich haben wir direkt erste Schwerpunkte gesetzt. Einer der ersten Anträge der AWG-FDP-Fraktion ist die Beantragung von Bundesfördermitteln aus dem Programm zur Sanierung kommunaler Sportstätten – der sogenannten „Sportmilliarde“ (Anmerkung der Redaktion: Der Rat hat am vergangenen Mittwoch beschlossen, Mittel aus dem Förderprogramm zu beantragen).

Ziel ist es, Mittel für die Sanierung der Bezirkssportanlage an der Augustastraße zu erhalten. Gerade der Sport ist ein zentraler Pfeiler des gesellschaftlichen Zusammenhalts in unseren Stadtteilen und verdient eine verlässliche Unterstützung.
Die neue Ratsperiode bringt Herausforderungen mit sich, aber auch Chancen. Mir ist wichtig, die Ratsarbeit transparent zu gestalten, Entscheidungen nachvollziehbar zu erklären und die Anliegen aus den Stadtteilen – insbesondere aus Lohberg – konsequent in die politischen Beratungen einzubringen.
Denn Kommunalpolitik wirkt dort, wo Menschen ihren Alltag leben.
Mittendrin im Rat
Wir finden es einfach großartig und feiern Vanesa, Remzi, Susanne und Julia dafür: Die vier brennen nicht nur für die Demokratie, sondern wollen in der Kommunalpolitik mitgestalten, wie die Zukunft von Dinslaken und Lohberg aussieht.

Regelmäßig werden sie nun auf Mittendrin erzählen, was was ihnen gerade wichtig ist, was sie in der Politik aktuell umtreibt, was die Sache schwierig macht und wie man sich dennoch einbringen kann. .
Sicher ist: Die vier werden viel zu berichten und zu erklären haben. In der ersten Ratssitzung nach der Wahl der neue Dinslakener Bürgermeister Simon Panke schlechte Nachrichten überbracht: Das Minus in der Stadtkasse ist noch größer als erwartet. Bedeutet: Die Einschnitte für Dinslaken werden noch schmerzhafter. An allen Ecken und Enden fehlt das Geld.
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