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Neun Motorräder, rund 160 Kilometer und jede Menge guter Gespräche: Die traditionelle Abschlusstour der RDB-Biker führte vom ehemaligen Bergwerk Lohberg über die schönsten Straßen des Niederrheins. Ein Rückblick von Silvo Magerl.

Von Silvo Magerl

Abfahrt! So heißt bei den RDB Bikern traditionell die letzte Motorradtour des Jahres. Und wer bei „Abfahrt“ an Bergbau denkt, liegt gar nicht so falsch. Denn schließlich starteten wir auch diesmal genau dort, wo für viele von uns früher tatsächlich die Schicht begann: am ehemaligen Bergwerk Lohberg.

Am 4. Oktober versammelten sich neun Motorräder bei bestem Sonntagswetter auf dem Zechengelände. Für einige von uns war der Startpunkt durchaus nostalgisch, denn früher ging es von hier aus unter Tage, heute ging es auf die Straße. Der feine Unterschied: Diesmal musste keiner die Magnetkarte durchziehen, und die Steiger sind heute alle selbst auf zwei Rädern unterwegs, ohne dass einer auf die Uhr schauen muss.

Von Lohberg über den Rhein

Statt Ausfahrt nach der Schicht hieß es einfach: Abfahrt in den Feierabend der Saison!

Erste Kaffeepause in Kevelaer, Zeit für Fachgespräche und Stärkung.

Unser Ziel war eine gemütliche Niederrheinrunde. Von Lohberg ging es zunächst nach Wesel und über den Rhein auf die linke Rheinseite. Weiter führte die Strecke durch Alpen, vorbei an Issum und Richtung Kevelaer. Natürlich keineswegs auf dem direkten Weg, denn wir sind schließlich eine Bikergruppe und kein Navigationsgerät auf der Flucht.

Über Wetten ging es weiter nach Kevelaer. Dort war erst einmal Kaffeepause angesagt. Die Maschinen geparkt, Helm ab und ab ins gemütliche Café. Für eine gute halbe Stunde konnten wir uns den wirklich wichtigen Dingen widmen: Kaffee trinken, quatschen und die bisher gefahrenen Kilometer fachmännisch kommentieren.

Zwischenstopp am Roadhouse

Danach hieß es wieder: Helm auf und weiter! Über Goch und Emmerich ging es Richtung Kleve, anschließend ein Stück über die B8 und später wieder direkt am Rhein entlang.

Gemütlicher Ausklang beim zweiten Stopp am Roadhouse in Hamminkeln.

Schließlich führte uns die Strecke weiter Richtung Hamminkeln. Dort wartete mit dem Roadhouse unser zweiter Zwischenstopp. Straßenhaus passt schließlich perfekt zu einer Truppe, die gerade frisch von der Straße kommt. Hier war dann allerdings tatsächlich Schluss mit der gemeinsamen Runde.

Das war es für 2026

Die Dinslakener machten sich über Marienthal auf den Heimweg, während die weiter angereisten Kumpel zum Teil schon die Autobahn unter die Räder nahmen. Nach knapp 170 Kilometern war das auch völlig legitim, denn eine Sonntagsrunde soll schließlich Spaß machen und nicht in einer zweiten Schicht enden.

Damit war die Abfahrt 2026 Geschichte. Neun Motorräder, knapp 160 Kilometer, zwei Pausen, jede Menge Gespräche und vor allem viel Spaß. Genau so darf eine Motorradsaison Feierabend machen.

Jetzt kommen die Maschinen erst einmal wieder in die Garage. Wobei wir alle wissen: Die Saison ist zwar offiziell vorbei, aber spätestens beim ersten sonnigen Tag im Frühjahr wird irgendeiner in die Gruppe schreiben:

„Wann fahren wir eigentlich wieder an?“

Glückauf ⚒
Silv
o

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